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<title>Momos</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Momos</span></h1>
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<p><b>Momos</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">Μῶμος</span> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937631">
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</style><span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">Mṓmos</span>) ist gemäß der <i><a href="Theogonie" title="Theogonie">Theogonie</a></i> <a href="Hesiod" title="Hesiod">Hesiods</a> einer der vielen Söhne der <a href="Nyx" title="Nyx">Nyx</a> und die Personifikation des <a href="Tadel" title="Tadel">Tadels</a> und der Schmähsucht. Seine Entsprechung in der <a href="R%C3%B6mische_Mythologie" title="Römische Mythologie">römischen Mythologie</a> ist <b>Querella</b>.
</p><p>Er gilt als Meister scharfzüngiger Kritik, der auch vor den Göttern nicht haltmachte. In den <a href="%C3%84sop" title="Äsop">äsopschen Fabeln</a> gibt es eine Schlüsselszene. „<a href="Zeus" title="Zeus">Zeus</a> hatte den Stier geschaffen, <a href="Prometheus" title="Prometheus">Prometheus</a> den Menschen und <a href="Athene" title="Athene">Athene</a> das Haus, und nun verlangten sie von Momos sein Urteil. Der aber war neidisch auf die Schöpferkraft der andern und sagte: »Ihr habt es alle versehen. Zeus hätte dem Stier die Augen an die Hörner setzen sollen, damit er auch sieht, wohin er stößt. Prometheus hätte das Innere des Menschen nach außen kehren sollen, damit die Schurken nicht die andern betrügen können. Schließlich hätte Athene das Haus auf Räder stellen sollen, damit einer rasch weiterziehen kann, wenn er einen schlechten Nachbar hat.«“<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine Mäkelei war so maßlos, dass sie auch vor den vermeintlich Makellosen nicht Halt machte. „Nein <a href="Venus_(Mythologie)" title="Venus (Mythologie)">Venus</a> dürffte sich wohl nackend lassen sehen / Weil Momus schon vorlängst an ihr nichts können schmähen / Als die gehörnten schuh.“<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aufgrund seiner Kritiksucht wurde er schließlich von Zeus aus dem <a href="Olymp" title="Olymp">Olymp</a> geworfen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das wurde aber z.&nbsp;B. vom aufklärerischen Publizisten <a href="Gottlieb_Wilhelm_Rabener" title="Gottlieb Wilhelm Rabener">Gottlieb Wilhelm Rabener</a> als Fehler kommentiert: „Die Goetter würden ohne den Momus einen sehr unvollkommenen Himmel gehabt haben. Es war jemand unter ihnen noethig, vor dessen Begierde, Boeses zu reden, sie sich scheuen mussten. Ihr Umgang würde endlich zu schlaefrig geworden seyn; sie würden zu wenig auf sich selbst Acht gegeben haben.“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sein tradiertes Profil lautet daher: „Unter der grossen Menge der Götter/ welche die Heyden jhnen selber erdichtet/ findet sich auch einer/ mit Namen Momus, von welchem die Poeten fabuliren/ er sey ein solcher Gott/ der von dem Schlaf als Vattern erzeuget/ und von der Nacht/ als der Mutter gebohren/ der habe sich niemalen unterstanden/ selbsten etwas zu thun/ anzustellen und zu verrichten/ aber aller anderer Götter Werck/ Arbeit und Geschäfft hab er für witzig beschauet/ verspöttelt/ getadelt und verächtlich durch die Hechel gezogen/ und wo er gemeint/ daß etwas vergessen worden/ oder daß etwas übel gemacht und gerathen/ hab er das alles frey und ohne Scheu geurtheilt/ geandet und gestrafft.“<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ursache seines Spottes ist nach <a href="Aloys_Blumauer" title="Aloys Blumauer">Aloys Blumauer</a> folgendes Ereignis: „Der alte Momus, der bisher/ Am Hof des Vater Jupiter/ Den Tischhanswursten spielte,/ Als er einst Junons Möpschen stieß,/ Bekam von ihm solch einen Biß,/ Daß er vor Schmerzen brüllte./ Und weil das Hündchen wüthig war,/ So ward es auch der arme Narr,/ Es schwoll ihm Mund und Kehle;/ Und jedes Wörtchen, das er sprach,/ Ward auf der Zunge Gift, und stach/ Die Götter in die Seele.“<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sein Tadel wurde seit der Barockzeit schnell zum sprichwörtlichen Maßstab, so bei Johann Hermann Benner:<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „Seine Anstalten sind so regelmäßig und unschuldig, daß sie der Momus nicht tadeln kan.“ Auch der Aufklärer <a href="Barthold_Heinrich_Brockes" title="Barthold Heinrich Brockes">Barthold Heinrich Brockes</a> bezieht sich auf ihn in seinen <i>Moralischen Gedichten</i> (1736):<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „Mit deinem Einwurff kommst du mir, Geliebter Freund, als wie der Momus, für, Der, eh’ er uns vollkommen halten sollte; Am Menschen Fenster haben wollte.“
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ikonographie">Ikonographie</h2></div>
<p>Die antike Schilderung wird von <a href="Joachim_von_Sandrart" title="Joachim von Sandrart">Joachim von Sandrart</a> in einem Kupferstich<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zusammengefasst und so beschrieben: „Momus ist ein Gott der repraehension, und der lästerlichen Schmachreden / ein Sohn des Traums und der Nacht / von unförmlicher und heßlicher Gestalt / ihme selbst und jederman zuwider / verachtet alle Künst und gute Gesetze / bespottet solche / schlägt drein / und bellet jedermann / wie ein böser Hund / an.“ Mit der Darstellung in Leonard Defraines <i>La Mythologie en Estampes</i><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> verschmelzen die verschiedenen Darstellungen des Momus verallgemeinert zum <a href="Narr" title="Narr">Narr</a>. Die Maske vor dem Gesicht entfällt immer öfter und wird durch die Schellenkappe ersetzt. Es bleibt als Symbol seiner Torheit die <a href="Marotte" title="Marotte">Marotte</a> in der Hand. Auf dem „Narrenzepter“, auch „Narrenkolben“ genannt, soll die Fratze den hässlichen Momus darstellen. Im <i>Deutschen Sprichwörter-Lexikon</i><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> heißt es dazu: „Narrenkolben (…) ein kurzer Stock mit einem ausgeschnittenen Fratzengesicht und einer Schellenkappe … womit man die Narrheit und den Gott des Tadels und Spottes (Momus) abbildet…“
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<p>Bereits in der Frührenaissance ist Momus ein Muster für unverblümte Kritik, so 1440 bei dem Genueser Architekturkritiker <a href="Leon_Battista_Alberti" title="Leon Battista Alberti">Leon Battista Alberti</a>, der in der politischen Fabel <i>Momus o del principe</i><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> seine Erfahrungen als Mitarbeiter von Papst <a href="Eugen_IV." title="Eugen IV.">Eugen IV.</a> und Architekt der Fürsten und deren Überheblïchkeiten mit Dialogen verarbeitet, „bei deren Lektüre das Lachen für wahr im Halse steckenbleibt“.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für den italienischen Philosophen <a href="Giordano_Bruno" title="Giordano Bruno">Giordano Bruno</a>, der als Ketzer auf dem Scheiterhaufen endete, war Momus das Vorbild für die Kritik an den Mächtigen, für die er in <i>Spaccio de la bestia trionfante</i> (1584)<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> fordert, es möge an Stelle die Vergnügungen der Götter „die Verkündigung der Wahrheit‚ der Tyrannenmord, der Eifer für das Vaterland und die eigenen Angelegenheiten, die unermüdliche Wachsamkeit und Sorge für den Staat“ (Dritter Dialog) treten. Der Hofnarr der Götterwelt wird so zu einem quasi-atheistischen, jedenfalls bösartigen Zyniker.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Verschlüsselung der Kritik an Adel und Hofstaat auf die Herrscher der Götterwelt und Momus als Fürsprecher der Beherrschten findet sich auch beim englischen Dramatiker <a href="John_Dryden" title="John Dryden">John Dryden</a>. In <i>The Secular Masque</i> (1700) müssen sich die Götter ihre Arroganz und die Nutzlosigkeit ihres Zeitvertriebes vorhalten lassen. Aus der Sicht des Spötters haben weder die Jagd (Diana), noch Krieg (Mars), aber vor allem die Liebe (Venus) Anspruch auf dauerhafte Wertschätzung.
</p><p>Für den Freiburger ‚Professor der Schönen Künsten‘ <a href="Johann_Georg_Jacobi" title="Johann Georg Jacobi">Johann Georg Jacobi</a><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist Momus auch ein scharfer Beobachter der Kultur der Weltenbürger, wenn er seinem ‚Chef‘ <a href="Jupiter_(Mythologie)" title="Jupiter (Mythologie)">Jupiter</a> zeigen soll „was nun sein Erdenvölkchen machte“ und dafür aus seiner Sammelkiste der Narreteien allerlei Zeitgenössisches herauszieht: „<a href="Fauststoff" title="Fauststoff">Doktor Faust</a> mit seinen Teufeln,/ Und <a href="Robinson_Crusoe" title="Robinson Crusoe">Robinson</a> auf seiner Fahrt;/ Am schattenvollen Traubenhügel/ Anakreons gesalbter Bart:/ Candide, Solon, <a href="Till_Eulenspiegel" title="Till Eulenspiegel">Eulenspiegel</a>,/ Confucius und Aretin,/ Und <a href="Emanuel_Swedenborg" title="Emanuel Swedenborg">Schwedenborg</a> und <a href="Harlekin" title="Harlekin">Harlekin</a>/ Aus einem Ey hervorgekrochen;/ Der Eremit bey Todtenknochen;/ Armida bey <a href="Rinaldo_Rinaldini" title="Rinaldo Rinaldini">Rinaldens</a> Kuß;/ Und endlich machten den Beschluß/ <a href="Alchemie" title="Alchemie">Chymisten</a>, Critiker, Propheten,/ Druiden, Zauberer, Poeten.“
</p><p>Der Leipziger Hofrat und Gelehrte <a href="Johann_Burckhardt_Mencke" title="Johann Burckhardt Mencke">Johann Burckhardt Mencke</a> verstand sich als ‚Vernünfftiger Momus‘ und benutzte dessen (vermeintlich nur) satirischen Blick und die auch durch diesen gegeisselten Untugenden wie Prunksucht, Eitelkeit und Betrügereien auch für die entlarvende Betrachtung der typischen ‚Cavaliere und Frauenzimmer‘.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Name ‚Momus‘ gilt als Synonym für jede Form von Satire, so z.&nbsp;B. 1693 in Frühaufklärungsschrift <i>Der unsinnige Momus</i>.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anonym erschien 1762 <i>Momus, Neuer und lustiger Mischmasch allen zum Vergnügen</i><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> mit amüsanten, gelegentlich despektierlichen Miniaturen und Notizen, die diese Schrift 1816 auf die Liste der verbotenen Schriften brachte.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es gab auch regelmäßige Publikation wie <i>Momus ridens, or comical remarks on the publick reports</i>, eines der ersten wöchentlichen ‚Satire-Magazine‘ in London 1790–1791 oder <i>Momus. Taschenbuch für Freunde des Scherzes und der Satyre</i>.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Libretto <i>Des Amours De Momus</i><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zeigt Joseph-François Duché de Vancy 1695 den Gott des Spottes von einer liebenswürdigeren Seite, da er mit dem hübschen Wassergott <a href="Palaimon" title="Palaimon">Palemon</a> um die Gunst der Nymphe <a href="Melissa" title="Melissa">Melitte</a> ringen muss, glücklicherweise legt die Dienerin der Göttin der Jugend <a href="Hebe_(Mythologie)" title="Hebe (Mythologie)">Hébé</a> auch Wert auf innere Werte.
</p><p>Im scherzhaften Gedicht <i>Der Streit zwischen Phoebus und Pan</i><sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist Momus lediglich ein ironischer Kommentator. Die weltlichen <a href="Bachkantate" title="Bachkantate">Bachkantate</a> (BWV 201) <i><a href="Geschwinde%2C_ihr_wirbelnden_Winde" title="Geschwinde, ihr wirbelnden Winde">Geschwinde, ihr wirbelnden Winde</a></i> verschiebt sich seine Rolle zum kritischen Vorsprecher des Chors, „Der Unverstand und Unvernunft / Will jetzt der Weisheit Nachbar sein“.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Künstlerroman <i>Scènes de la vie de bohème</i> (1849) von <a href="Henri_Murger" title="Henri Murger">Henri Murger</a> ist der Treffpunkt der streitlustigen Künstler im <a href="Quartier_Latin" title="Quartier Latin">Quartier Latin</a> das <i>Café Momus</i>. Das Libretto zur Oper von <a href="Giacomo_Puccini" title="Giacomo Puccini">Giacomo Puccini</a> <i><a href="La_Boh%C3%A8me" title="La Bohème">La Bohème</a></i> (1896) greift den Stoff auf und verstärkt nach der Bühnenlogik die Eigenschaft dieses Spielortes, in dem im Café die meisten Dispute und Lästereien angesiedelt sind. Im Roman <i>Stilpe</i> (1897)<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> von <a href="Otto_Julius_Bierbaum" title="Otto Julius Bierbaum">Otto Julius Bierbaum</a> verehrt ein Pennäler-Zirkel als Helden gegen die Norm neben Momus auch „Mozart, Mirabeau, (…) Müsset, Mürger (sic!), Marat“ (S. 240) und gründen später ein Literatur- und Varieté-Theater <i>Momus</i>, das seinem Namenspaten folgend durch seine respektlosen, frechen Texte reüssieren soll (S. 360).
</p><p>Unter dem <a href="Pseudonym" title="Pseudonym">Pseudonym</a> <i>Momos</i> verfasste <a href="Walter_Jens" title="Walter Jens">Walter Jens</a> seit 1963 fast wöchentlich Fernsehkritiken für die Wochenzeitung <i><a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a></i>.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der schottische Blogger und Musiker Nicholas Currie veröffentlicht seit den 1990er Jahren seine „schrulligen“ und selbstironischen Lieder unter dem Pseudonym <a href="Momus" title="Momus">Momus</a>.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen_und_Literatur">Quellen und Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Hesiod" title="Hesiod">Hesiod</a>, <i><a href="Theogonie" title="Theogonie">Theogonie</a></i> 214</li>
<li><a href="%C3%84sop" title="Äsop">Äsop</a>, <i>Fabeln</i> 253</li>
<li><a href="Philostratus" class="mw-redirect" title="Philostratus">Philostratus</a></li>
<li><a href="Joachim_von_Sandrart" title="Joachim von Sandrart">Joachim von Sandrart</a>: <i>Iconologia Deorum oder Abbildungen der Götter Welche von den Alten verehret.</i> Endtern, Frankfurt (Main), Nürnberg 1680.</li>
<li>Eintrag <i>Momus</i> in: <i>Brockhaus Conversations-Lexikon.</i> Amsterdam 1809, Band 3, S. 159–160. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeno.org/nid/20000760994">online</a></li>
<li><a href="Karl_T%C3%BCmpel" title="Karl Tümpel">Karl Tümpel</a>: <i>Momos</i>. In: <a href="Wilhelm_Heinrich_Roscher" title="Wilhelm Heinrich Roscher">Wilhelm Heinrich Roscher</a> (Hrsg.): <i><a href="Ausf%C3%BChrliches_Lexikon_der_griechischen_und_r%C3%B6mischen_Mythologie" title="Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie">Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie</a></i>. Band 2,2, Leipzig 1897, Sp.&nbsp;3117–3119 (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.archive.org/details/ausfhrlichesle0202rosc/page/n680/mode/1up">Digitalisat</a></span>).</li>
<li><a href="Wilhelm_Kroll" title="Wilhelm Kroll">Wilhelm Kroll</a>: <i><a href="https://de.wikisource.org/wiki/RE:Momos" class="extiw external" title="s:RE:Momos">Momos</a>.</i> In: <i><a href="Paulys_Realencyclop%C3%A4die_der_classischen_Altertumswissenschaft" title="Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft">Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft</a></i> (RE). Band XVI,1, Stuttgart 1933, Sp.&nbsp;42.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Momus?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Momus</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.theoi.com/Daimon/Momos.html">Momos</a> im <i>Theoi Project</i> (englisch)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Momos als Kritiker.</i> In: August Hausrath, August Marx: <i>Griechische Maerchen. Maerchen, Fabeln, Schwaenke und Novellen aus dem klassischen Altertum.</i> Eugen Diederichs, Jena 1913. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.projekt-gutenberg.org/hausrata/griemaer/chap004.html">Digitalisat</a> der Ausgabe von 1922.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau: <i>Herrn von Hoffmannswaldau und andrer Deutschen auserlesene und bißher ungedruckte Gedichte.</i> Leipzig 1695, Band 1, S. 291. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/hoffmannswaldau_gedichte01_1695/?p=291&amp;hl=Momus">Digitalisat</a></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Flavius_Philostratos" title="Flavius Philostratos">Philostratos</a>, <i>Epistulae</i> 37</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Gottlieb Wilhelm Rabener: <i>Beweis. Dass die Begierde, Uebels von andern zu reden, weder vom Stolze, noch von der Bosheit des Herzens, sondern von einer wahren Menschenliebe herrühre.</i> In: <i>Sammlung satyrischer Schriften.</i> Theil 4. Dyck, Leipzig 1755, S. 399–421, hier S. 420f. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd18/content/titleinfo/6156174">Digitalisat</a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Johann Jacob Bauller: <i>Hell-Polirter Laster-Spiegel.</i> Ulm 1681, S. 1032.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Aloys Blumauer: <i>Gesammelte Schriften. Dritter Theil. Gedichte. Zweiter Theil.</i> Rieger’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1871, hier S. 134–135 <i>Prolog zu Herrn Nikolai’s neuester Reisebeschreibung von Obermayer.</i></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Johann Hermann Benner: <i>Die gegenwärtige Gestalt der Herrnhuterey in ihrer Schalckheit.</i> Gießen 1746, hier S. 18.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Barthold Heinrich Brockes: <i>Jrdisches Vergnügen in Gott.</i> Hamburg 1736, hier Band 5, S. 457.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Joachim von Sandrart: <i>Iconologia Deorum.</i> Endtern, Frankfurt (Main); Froberger, Nürnberg 1680, hier Tafel T und S. 48.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Leonard Defraine: <i>La Mythologie en Estampes.</i> Mit Kupferstichen, gestochen von Jacques Louis Konstante Lacerf. Blanchard, Paris 1820.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): <i>Deutsches Sprichwörter-Lexikon.</i> Band 3, F. A. Brockhaus, Leipzig 1873, Spalte 940.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Michaela Boenke (Hrsg.): <i>Leon Battista Alberti. Momus oder vom Fürsten.</i> Deutsch-Latein. Fink, München 1993.</span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Michaela Boenke (Hrsg.): <i>Leon Battista Alberti. Momus oder vom Fürsten.</i> Deutsch-Latein. Fink, München 1993, Einleitung S. IX.</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Giordano Bruno: <i>Die Vertreibung der triumphierenden Bestie.</i> Aus dem Italienischen übersetzt und eingeleitet von Paul Seliger, Hegner, Berlin/Leipzig 1904. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.projekt-gutenberg.org/bruno/bestie/bestie.html">Digitalisat</a></span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Wildgen: <i>Religiöse Ethik als „göttliches“ Sprachspiel. Der Dialog „Spaccio della Bestia Trionfante“ von Giordano Bruno (1584).</i> In: Christoph Auffarth (Hrsg.): <i>Glaubensstreit und Gelächter. Reformation und Lachkultur im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit.</i> LIT-Verlag, Berlin, Münster 2008, S. 151–173, hier S. 154.</span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Johann Georg Jacobi: <i>Sämmtliche Werke, Band 2.</i> Orell, Füssli, Zürich 1819, 3. Aufl., S. 215.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Anonym: <i>Vernünfftiger Momus der die Fehler der Menschen auff eine Satyrische Arth durchziehet.</i> Leipzig 1725.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Samuel Christoph Kahl: <i>Der unsinnige Momus/ Welcher Wegen seiner wider den Weltberühmten Christian Weisen/ des Zittauischen Gymnasii Wohl-meritirten Rectorem Ausgebrüteten Schmäh- u. Läster-Schrifft/ Von dem erzürnten Apolline billich bestraffet worden / Zu jedermanns Warn-nehmung öffentlich vorgestellet.</i> Jena 1693. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/20700/1">Digitalisat</a></span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10114870?page=,1">Digitalisat</a></span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Neu durchgesehenes Verzeichniss der verbothenen deutschen Bücher.</i> Wien 1816, hier S. 221. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=CzRKwpqT1qcC&amp;dq=e&amp;source">Digitalisat</a></span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wilhelm_Schumacher_(Herausgeber)" title="Wilhelm Schumacher (Herausgeber)">Wilhelm Schumacher</a>: <i>Momus.</i> Graudenz 1828.</span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Joseph-François Duché de Vancy: <i>Les amours de Momus. En Musique Danse, par l’Academie Royale de Musique.</i> Komposition von Henry Desmarets. Ballard, Paris 1695. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://sachsen.digital/werkansicht?tx_dlf%5Bid%5D=7820&amp;tx_dlf%5Bpage%5D=1">Digitalisat</a></span>
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<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Christian_Friedrich_Henrici" title="Christian Friedrich Henrici">Christian Friedrich Henrici</a>: <i>Picanders Ernst-Schertzhaffte und Satyrische Gedichte.</i> Leipzig 1732, Dritter Teil, S. 501–506.</span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Text des Libretto, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://webdocs.cs.ualberta.ca/~wfb/cantatas/201.html">Digitalisat</a>.</span>
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<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutschestextarchiv.de/book/show/bierbaum_stilpe_1897">Digitalisat</a> der Erstausgabe</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zeit.de/autoren/J/Walter_Jens/index.xml">einige Texte</a></span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://imomus.com/">offizielle Website des Musikers</a></span>
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